Mia Haderthauer’s san mia

14.07.31 Haderthauser - Sapor

“…Der gelernte Bauschlosser hat nach Zeitungsinformationen bis zu 130 Modellautos gebaut, die das Ehepaar Haderthauer über seine Firma Sapor Modelltechnik für insgesamt mehr als 2, 6 Millionen Euro weiterverkauft oder versteigert haben sollen. Der Häftling habe für seine Arbeit demnach nur 200 Euro pro Monat erhalten und werfe Hubert Haderthauer vor, die von ihm gefertigten Modellautos als von ihm selbst hergestellte Modelle ausgegeben zu haben…”

Ich warte nur auf den Tag, an dem jemand vor Gericht der CSU die Verwendung des Synonyms “Christlich” verbieten lassen wird.

Tscha, seit der vom “Dicken aus Oggersheim” vor über 30 Jahren verkündeten Losung der geistig – moralischen Wende hat sich tatsächlich einiges im Land verändert, obwohl, ich fürchte, dass es da vermutlich noch viel moralischen Spielraum nach unten gibt …

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Zettelkasten 29.07.2014: Wenn zwei streiten, freut sich der Italiener

14.07.30 bmw-507-pop-art-1-irina-march

Grade hat Stefan Anker Paste&Copy die Meldung der BMW-Presseabteilung mitsamt Fotosim Konzert mit einigen Dutzend Schurnalisten die Frage gestellt “Darf man Schrott ins Museum fahren?” und mir damit geholfen, Licht in ein Stückchen persönlicher Krankheitsgeschichte zu bringen.

Hahaha… mein Mitleid mit dem Oldtimerhändler, der sich einen BMW 507 Roadster unter den Nagel reissen, im Vorbeigehen ein Milliönchen Easy – Profit reinziehen wollte und mit seiner lauen Immobilien – Makler – Zeugen – Nummer, mit der er den Verkäufern die Planken eingeseift hatte… darauf jetzt selbst auf die Fresse gefallen ist, hält sich jedenfalls in Grenzen.

P.S. Danke, Klaus, für den Link

[Foto]

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Nach allen Regeln der Kunst II

14.07.28 Achenbach verschwundene Oldtimer...

Grade schrub ich hier:

“Ob es  nur die Dummheit eines Unternehmers Albrecht war, dessen Clan ihre Milliarden mit dem Slogan „Gutes muss nicht teuer sein“ verdient oder raffinierte Hütchenspieler und scheinbare, neutrale Beraterfreunde die Gier nach Easy – Money in ihm geweckt hatten, bleibt mal dahingestellt. Die „Kafkaeske Achenbach“ & Co geht, wie über die Albrecht – Sammlung gut informierte Oldtimerlkreise wissen, jetzt erst richtig los, und welche Rolle der Edelrestaurierer Klaus Kienle und Klaus Zimmermann vom Mercedes – Benz Classic – Center darin gespielt haben, werden wir spätestens während der Verhandlung gegen Achenbach erfahren…”

Ich muss mich wohl dahingehend korrigieren, dass wir Dank vereinzelt noch vorhandener, investigativer Journalisten vom Spiegel und Syndications-schreibern wie von B*ld, viel früher erfahren werden, wer sich da alles die Hände und zwar hoch bis zum Oberarm, mitgewaschen hat.

“…Demnach habe eine Achenbach-Firma im August 2012 bei einem Händler in Süddeutschland sieben Oldtimer für 16,8 Millionen Euro gekauft…”   “…Die fünf anderen Oldtimer, darunter nach BILD-Informationen ein Mercedes 300 SL Flügeltürer, sollen in der Achenbach Firma verblieben sein und laut „Spiegel“ umso billiger berechnet worden sein…”

Wow… ein Flügeltürer für lau… die Preise innerhalb der Noblesse Oblige der Oldtimerszene, dafür, guten Freunden mit Empfehlungen und Tips die Planken einzuseifen, sind offenbar gehörig gestiegen.

Da ist nach einem Gespräch mit einem sehr gut informierten Oldtimerhändler, inzwischen mehr als die Ahnung, dass da noch ein paar andere Kaliber aus der Wiege des Automobilbaus mitverdientgemischt haben, wie gut vernetzte und angeblich unabhängige Öchsperten, die reichen Leuten wie Berthold Albrecht “Strategische Lösungen für Sammlungen klassischer Automobile aller Marken”, nur gegen bescheidene 2 – 3 % Honorar natürlich, anbieten.

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Verwandte Themen: “Nach allen Regeln der Kunst I” und “Die Akte Achenbach”

Gönnt dem “Offenbacher” Middelhoff doch seinen Hubschrauber

14.07.29 Middelhoff 006

“Verkehrsstaus sind für Thomas Middelhoff in seiner Zeit als Chef des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor ein rotes Tuch gewesen.”Stau war das Schlimmste für ihn”, sage der Fahrer. Einmal sei Middelhoff sogar aus dem stehenden Fahrzeug gestiegen, um nach einer Möglichkeit zu suchen, anders ans Ziel zu kommen. Der Fahrer bestätigte Aussagen, dass Bauarbeiten am Kamener Kreuz zeitweise die Fahrzeiten von Middelhoffs Wohnsitz in Bielefeld zur Firmenzentrale in Essen deutlich verlängert hätten. Statt knapp zwei Stunden habe die Fahrt in Einzelfällen bis zu vier Stunden gedauert. Middelhoff hatte diese unkalkulierbaren Verzögerungen als Grund genannt, warum er insgesamt 28 Mal auf Firmenkosten Privatjets und Hubschrauber für die Strecke genutzt hatte. Die unkalkulierbaren Fahrzeiten seien für die Firma nicht hinnehmbar gewesen…”

Mit der ja eigentlich bezahlten Qualitätsjournalisten gebotenen Denktiefe, habe ich einfacher Inscheniöör heute beim Gutenmorgenkäffchen sofort gesettled, dass Middelhoff  täglich mindestens eine Stunde Fahrtzeit im Fond seiner S – Klasse hätte einsparen können (womit für mich bewiesen ist: BWL ist kein bildungsförderliches Studium, folglich die Absolventen dort auch lieber zum Wirtschafts-Focus oder zu leichtverdaulichen Economy-Pralinen wie ‘Manager-Magazin’ oder ‘Wirtschaftswoche’ greifen).

Wenn Zeit wirklich Geld wäre, hätte einer der Schreibeliten so wie ich auch, auf die gute alte Deutsche Bimmelbahn kommen müssen, mit der ein von Zeitdruck stressgeplagter, neoliberaler Bruder im Geiste, in unzumutbarerer Weise zwar, weil

“besondere Menschen – kann man nicht mit den gleichen Maßstäben messen… es gibt nun mal Leistungsträger, die aufgrund ihrer besonderen Fähigkeiten, ihres Engagements, sozusagen natürlichen Überlegenheit, für uns andere aus der Masse der Mehrheit, Wohlstand und Erfolg erringen…”

aber dafür immerhin schon ab schlappen 49,00 Euro… und in Rekordzeit von rund 1.25 Minuten… “First” dazu, von Bielefeld nach Essen gekommen wäre…

Bleibt tapfer, Freunde.

Nachtrag: “Offenbacher” bezeichnet bei Frankfurtern umgangssprachlich den “Offenbarungseid” oder die “Eidesstattliche Versicherung” über ihre Vermögensverhältnisse abgebende Personen.

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Null Bock auf ‘Pagoden’?

12.08.26 Klassikstadt 011

“Sorry, it’s not enough”… rief Auktionsprofi Malcolm Barber, Bonhams-Vizepräsident und Auktionator, kürzlich bei der Oldtimer – Auktion im Mercedes-Benz Museum ins Mikrofon, als “im reichlich angereisten Publikum, unter den ansonsten stilbewussten MoneybagsManschettenknopfträgern bei Lot 09, Lot 34, Lot 43 – partout keiner den Arm hochstreckte. Und die Estimates Estimates sein lassen und die Startpreise einfach um die Hälfte senken, wie beim deutschen Auktionsflop des Jahres 2012 in der Klassikstadt, ging natürlich auch nicht, dass hätte bei einigen Einlieferern womöglich zu akuten Herzproblemen geführt.

An zu schweren Manschettenknöpfen hat die Armhaltung nach unten, wohl kaum gelegen. Die Überzahl der vor ESM -  Rettungs-Fonds um ihre Spargroschen bibbernden und im Garagengold Rettung suchender Schnäppchenjäger, dürfte sich, vielleicht auch die aktuelle Affäre um Helge Achenbach im Hinterkopf, im dicht gefüllten Auktionssall eher die gleichen zwei Fragen gestellt haben, wie ich und andere seit vielen Jahren.

12.08.26 Klassikstadt 010

Marktpreise, auf denen sich die Estimates bei Auktionen berechnen, sollten bekanntlich kybernetische und auf Angebot und Nachfrage basierende Preise sein. Wie kann es dann sein, dass bei Pagoden, die u. a. schiffsladungsweise aus Amiland importiert und hierzulande restauriert werden, von denen bei Oldtimer-Messen, bei einschlägigen Händlern und in Gebrauchtwagenportaln, mehr höchstpreisige Exemplare angeboten werden, als es Strassen in Kleinbloggersdorf gibt, wo sich andererseits aber der deutsche Zulassungsbestand seit 2007 nicht mehr nur seitwärts, sondern sich inzwischen sogar deutlich verringert hat?… runde 500 ‘Pagödchen weniger als damals… wie kann es also sein, dass sich die von den einschlägigen Marktbeobachtern ermittelten Marktpreise für ‘Pagoden’, dann in den letzten 8 Jahren, grob gesagt, beinahe verdoppelt haben?…

2014.07.00 W113 - Deutschland - Zulassungsbestand

(zum Vergrößern auf Bild klicken)

und meine Lieblingsfrage, geht bei dem vom VDA ermittelten DOX Oldtimer – Index, der uns eine komplexe Berechnungssystematik vorgaukelt und jeden seriös errechneten Wertpapier-Index um Lichtjahre schlägt, geht dort alles mit rechten Dingen zu oder wird hier vielleicht wie beim ADAC und ZDF auch, …? und wird hier vielleicht auch wie im Kunstmarkt und wie Wolfgang Schäubele grade anmerkte, eine perverse Nummer gieriger Leute abgezogen … ich wage garnicht daran zu denken.

Ob es nur die Dummheit eines Unternehmers Albrecht war, dessen Clan ihre Milliarden mit dem Slogan „Gutes muss nicht teuer sein“ verdient oder raffinierte Hütchenspieler und scheinbare, neutrale Beraterfreunde die Gier nach Easy – Money in ihm geweckt hatten, bleibt mal dahingestellt. Die „Kafkaeske Achenbach“ & Co geht, wie über die Albrecht – Sammlung gut informierte Oldtimerlkreise wissen, jetzt erst richtig los, und welche Rolle der Edelrestaurierer Klaus KIenle und Klaus Zimmermann vom Mercedes – Benz Classic – Center darin gespielt haben, werden wir spätestens während der Verhandlung gegen Achenbach erfahren.

Anmerkung: Bei meiner Grafik sind vom KBA nicht erfasste Fahrzeuge mit rotem 07er Geizkragen – Kennzeichen und 06er Händler – Kennzeichen, nicht enthalten.

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Zettelkasten 24.07.2014: King Elvis bei mir um die Ecke…

Abholung Frankenallee - 1

Warum ich benzindurchtränkter und leicht entflammbarer 8-Jähriger damals, am 21. Dezember 1958, keine 500 Meter weg von dort wo ich aufwuchs, nicht auch in der Frankenallee stand und zwischen den in der Kälte bibbernden, petticoatgestylten Groupies und Elvis – Fans mauloffen zuschaute, wie der King die Autoschlüssel seines BMW 507 in die Hände gedrückt bekam…

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ist einfach erklärt: Dank einer nichts wegschmeissenden Mutter, hatte laut Kinder – Ärztepass von damals, der Schreiber grade mit Windpocken das Bett gehütet.

King Elvis, sein eigentlich “Glöckler – BMW und “Schrott im Museum”, aber nur für Patina – Fetischisten, hier weiterlesen…

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