Zettelkasten 26.10.2014: Weisheit

14.11.00 Welt in Zahlen - Schuswaffen pro 100

Ich zeige ab sofort uneingeschränkte Toleranz gegenüber jedem sich auch noch so blöd anstellenden und Regeln missachtenden automobilen Zeitgenossen und halte auch den Mund, ob Bürgersteige zuparkender SUV’s, die 30 kmh – Zone rund um unsere Grundschule nebenan mit “60″ durchpflügende Deppen_innen privilegierter Femimimis im SUV Automobilsten_innen, etc. p. p. . Freundliches Grüssen mit dem Daumen und Zeigefinger zum Kreis gerollten Zeichen, “dass hast du aber Klasse gemacht, Du A…., wie du mich voll Stoff ausgebremst und dich zwei Meter vor mir reingequetscht hast”, heißt ab heute die Devise.

Man weiß schließlich nicht, was statistisch gesehen mehr als jede(r) zweite ins Nadelöhr rasende Vollidiot_in oder ein sich 10 Kilometer lang ein Elefantenrennen liefernder Brummi, grade griffbereit an treffsicheren Gegenargumenten im Handschuhfach liegen hat …?

[Foto und Quelle] und das Filmchen dazu

Samstagspaziergang

14.08.20 Auto - Katalog - Einstellung nach 57 Jahren

“Er war ein Klassiker des Kfz-Print-Segments und ein beliebtes Sammlerobjekt: der jährliche Auto Katalog aus der Motor Presse Stuttgart. “War”, weil er mit sofortiger Wirkung nicht mehr erscheint. Der Verlag stellt den Katalog ein, die nächste Ausgabe für das Modelljahr 2015, die im September auf den Markt kommen sollte, erscheint schon nicht mehr…”

Ich habe sie bis Ende der 60er Jahre bis auf zwei Exemplare fast alle. Manche Vorgänge sind so treffend, man könnte sie gar nicht besser erfinden; noch 1999 verkaufte sich die Auto Motor und Sport monatlich rund 510.000 mal  Seit dem ich hier was über die Autokrise bei Auto Motor und Sport schrub, ging’s dort um weitere 15.000 Exemplare weniger am Kiosk verkaufter Heftchen, auf jetzt weniger als 240.000 Exemplare monatlich, weiter steil bergab.

Ist ja auch kein Wunder. Vielleicht mal wieder echten unabhängigen Journalismus bieten, statt Werbeblatt der Autoindustrie… mein Mitleid hält sich in Grenzen. Dafür habe ich selten etwas so kreuzdämlich auf der Schnauze landen sehen, wie den Rohrkrepierer dieses Leistungsschutzrechts von Verlegern, die auf lau Google abkassieren wollen. Nachdem er die deutschen Verleger mit ihrem Leistungsschutzrecht schon zu Deppen der Nation gemacht hat, bittet C. Keese von VG – Media jetzt auf dem Rücken liegend und Hals nach oben, Google um ein “5 – jähriges Sabbatical”

Bis heute habe ich nicht verstanden, wie jemand überhaupt auf die abwegige Idee kommen konnte, dass Werbung zukünftig gefälligst vom Werbemedium bezahlt werden soll. Ich löhne ja auch nichts an Daimler, wenn bei mir hier ein 5-seitiger Werbeartikel der Untertürkheimer PR-Abteilung erscheinen würde … und dass dieser Google-Konzern soooo böööse und mächtig sei, das mag ja stimmen, aber es ist trotzdem kein Argument, dass Taschendiebe ihn abgreifen.

Also, großzügigerweise und durch “widerrufliche Gratiseinwilligung, dürft Ihr meinen Bad Homburger Content von heute Nachmittag, über meinen auf dem Weg zum Konditor gemachten Umweg in die Central Garage und ein paar schöne Aston Martin’s, hier angucken. Aber nur gerührt und nicht geschüttelt, und nur 1mal, sonst Anwalt.

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Zettelkasten 24.10.2014: Modellautosammler die besseren Story – Teller

14.10.25 Verwirrende Geschichte...

“.Schließlich tritt er 1977, allerdings fälschlich als Mercedes-Benz Typ SSK Armbruster Cabriolet, Baujahr 1929, gelistet, beim „Concours d’Élégance“ in Pebble Beach (Kalifornien) auf, und bekommt dort den dritten Preis in der Kategorie „European Classic 1925-1934“

“..Erst 2006 taucht der 680 S wieder auf. Nach all den „Schokolade-und-Sahne“-Jahren ist er jetzt rot lackiert, wobei die Seitenflanken und die Kotflügel eine Spur dunkler gehalten sind, als der Rest des Wagens. Eigentümer ist nun wie gesagt Arturo Keller, und dieser führt seine neue Anschaffung beim „Meadowbrook Concours d’Élégance“ vor. Schliesslich…”

Ich verwende einen Neologismus wie ‘Öchsperten’ seit  längerem in meinen Sprachgebrauch, um wie in diesem Fall, wirklich ernsthafte Oldtimer – Liebhaber von jenen Figuren unterscheiden zu können, die in meinen Augen ihre Geschäftsmodelle angeblicher Expertise, nur möglichst schnell einer solventen Public-Private-Partnership, ganz ‘engagiert’, total ‘unparteiisch’ und ‘induktiv’ versilbern zur Verfügung stellen.

Leuten wie Bernd D. Loosen und seinen Beiträgen wie diesem hier, der den von Öchsperten begleiteten Weg dieses Auto zurückhaltend “verwirrend” bezeichnet, der, wenn’s hart auf hart kommt, auch den öffentlichen Diskurs nicht scheut, gebührt mein großer Respekt. Ein tolles Auto, ein toller Beitrag, ging mir gestern Abend runter wie Öl.

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Die Diktatur der Distinktion

Misery-Fuck

“Für Kokain und Crack gibt es Suchtkliniken, aber am gehobenen Hausrat leidet man rettungslos das ganze Leben (Don Alphonso; FAZ)”

Es ist so wie mit den im Zirkus Handstand machenden DeppenElefanten. Wie gnadenlos sich manche der von PRolls, Scheinexperten und Auktionshäusern kostenlos verteilten Droge “Distinktion” ausliefern, begreift man erst, wenn man liest, wie jemand in Pepple Beach 825.000 US-$ für einen Haufen E – Schrott hinblätterte, mit grade mal schlappen 30 Kilometern Reichweite, für die es um die Ecke fünf solcher sich die Reifen plattstehenden Kisten zu kaufen gegeben hätte.

Schönes Wochenende… und bleibt tapfer, Freunde.

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